 Ludwig Wirz in der 500er Klasse
1904 geboren, mit 16 Jahren Führerscheinbesitzer, 1928 die Eröffnung der ersten Kfz-Werkstatt in der Bad Kreuznacher Eichstrasse: so liest sich stichpunktartig der Beginn des "Motorradlebens" von Ludwig Wirz Senior (1904 - 1986).
Nachdem er zu Meisterwürden gekommen war, ließen 1932 mit DKW und Diamant die ersten Werksvertretungen nicht auf sich warten. Sowie er den Führerschein in Händen hatte, fuhr Ludwig Wirz Rennen. Einer seiner größten Erfolge dürfte 1933 der zweite Platz in der "Königsklasse" gewesen sein, am selben Tag als auch der legendäre Bernd Rosemeyer dort ein Autorennen gewann Doch auch den unmotorisierten Zweirädern gehörte sein Herz: Auf der Radrennbahn in Bad Kreuznach leistete er oft als Steher Schrittmacherdienste.
 als Sportkommissar Geschäftlich erfolgreich konnte er mit seinem Betrieb 1936 in größere und modernere Räume in der Rüdesheimer Straße umziehen. 1938 heiratete er seine Frau Katharina, die ihm von da an im Geschäft zur Seite stand.
Nach dem Krieg ging's weiter mit FIAT und DKW, für deren Motorräder die Firma Wirz Großhändler war. m Jahr 1946 wurde Ludwig Wirz junior geboren, der im Benzingeruch des väterlichen "Stalls" aufwuchs. 1971 legte er seine Meisterprüfung in Bad Kreuznach ab und übernahm seitdem Zug um Zug den Betrieb des Vaters. Gemeinsam wurden 1977 mit KAWASAKI und 1986 mit BMW die Weichen auf "Motorrad pur" gestellt.
Im September 1986 ist Ludwig Wirz Senior gestorben, er war "bis zuletzt im Betrieb an der Drehbank", wie sich sein Sohn erinnert. Dessen Söhne Andreas und Markus werden die Tradition fortsetzen - nach Kriterien, die ihr Großvater aufgestellt hatte.
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